Othopi
es ist immer die Frage warum man züchtet 😉
Wenn Blepharopsis so gut bei dir lief hätte ich sie, an deiner Stelle, behalten und weitergezogen. Einerseits sind sie wesentlich schneller aneinander als Phyllocrania, wie du auch sagst, und andererseits muss man auch irgendwann einen Riegel davor schieben, wenn man nicht die passenden Abnehmer (ob nun menschliche oder tierische) hat.
Was die Energiekosten angeht sind Blepharopsis doch noch human 😜
Die großen Vetter in einer passenden Zucht, brauchen deutlich mehr. Aber alles auch nur relativ. Wir schieben fast alle jährlich hunderte Euronen in das Hobby ob nun in Form von Energie, Futter, Neuanschaffung oder oder oder. Es findet sich auch immer was um den Wahnsinn (für andere) zu nähren 😬
Ich hatte gar nicht gesehen, dass du geantwortet hattest... 3 Jahre später 🙈
Aber es hat sich wieder viel geändert.
Bevor ich das beschreibe, aber zu deiner Anmerkung. Also was das Geld betrifft, hunderte Euronen reichen da bei mir nicht ich komme schon auf fast 2000€ Futterkosten pro Jahr habe ich gerade überschlagen 🙈
Da ist aber weder das Futter fürs Futter noch Terras, Einrichtung und auch kein Strom dabei... Also ich wills lieber nicht ausrechnen 😬🙈
Aber die Blepharopsis mendica waren nicht die einzige Art die gut liefen. Eigentlich liefen alle gut.
Alles andere lief eigentlich gut, auch wenn 21 Ootheken von einer Mantide bisher der ungebrochene Rekord ist.
Also du musst nicht weiterlesen, weil ich jetzt über die Artenschreibe, die ich hatte und habe -mehr für mich, denn ich stelle fest, die Veränderungen im Laufe der Jahre sind sehr interessant.
Also mal überlegen:
Angefangen hatte es mit den Hierodula sp Blue und den Phyllocrania paradoxa.
Die Blue habe ich vor vermutlich schon 2023 aufgegeben. Einzelhaltung ist nichts für mich.
Phyllocranias sind noch da, aber ich werde die Zucht aufgeben.
Es wird mir zu viel und sie sind aktuell diejenigen, wo ich am wenigsten danach gucke und am wenigsten Spaß dadurch daran habe.
Aktuell habe ich die erste Nachzucht Heterochaeta orientalis und die möchte ich noch mindestens einmal nachziehen.
Dafür kann ich auch den Platz der Phyllocranias gut gebrauchen.
Außerdem habe ich Sibylla pretiosas, die sitzen gut mit den Heterochaeta orientalis zusammen. Solange die einen bleiben, bleiben die anderen auch. Und Sibyllas sind noch eine bessere Taufliegenwaffe als Phyllocranias.
Meine seit Jahren inzwischen immer mehr zu Lieblingen gewordenen Parasphendale affinis gibts natürlich auch noch. Ich denke, das ist die coolste und spaßigste Art überhaupt.
Dann habe ich noch Creoboter sp Yunnan, die sich auch wie die Karnickel vermehren... Sind auch gute Futtertiere.
Und dann diese für mich eigentlich völlig unpassenden, aber so lieben Riesen Rhombodera Kirbyi. Eigentlich haben sie alle Eigenschaften, die ich nicht mag. Aber ich mag sie trotzdem 😂
Die Stammmütter waren ein Geschenk und naja, jetzt ist die zweite Generation gerade adult.
Außerdem ich hatte viele Arten hier in der Zucht - zum Teil über mehrere Generationen, die aber inzwischen aus unterschiedlichen Gründen gehen mussten.
Wirklich hart war es nach den Blues mit den Polyspilota griffini. Puh, die aufzugeben war echt traurig für mich. Aber als Einzeltiere in mehreren Linien nachzuziehen ist für mich einfach aus vielen Gründen, auch gesundheitlichen, schwierig geworden.
Eine Art, deren Verlust mir sehr wehtat waren die Danuria barbozae. Ich habe sie v.a. aus Platzgründen und wegen Favorisierung u.a. der Polys abgegeben. Als Zuchtgemeinschaft war das das gedacht. Hat nicht geklappt.
Das tut mir auch sehr Leid, denn damit ging die Art wohl zumindest hierzulande verloren.
Omomantis zebrata hatte ich auch, aber bei mir waren die auch zu aggro für Gruppenhaltung. Ne zeitlang hatte ich die gut in der Zucht, aber da ich eigentlich immer am Reduzieren bin, mussten sie irgendwann gehen. Auch Pseudocreobotra wahlbergii wurden reduziert.
Hymenopus coronatus hatte ich bis vor kurzem für einige Generationen in der Zucht.
Die NZ gelang mir nur bei diesen Arten nicht: Citharomantis falcata und bekam ich aus F1 ein Paar, die wurden auch adult aber dann wurden sie bei lebendigem Leib von den Asseln gefressen. Ich vermute es war sogar für sie feucht, denn fast alle Ootheken hingen oben.
Bei Deroplatys dessicata kam aus keiner Oothek was raus, warum auch immer.
Ich hatte mal zwei Popa spurca - allerdings habe ich die damals an jemanden mit mehr Enthusiasmus für die Art abgegeben, sie waren nur kurz da und nie in der Zucht.
Bei Sphrodomantis viridis hab ich auch mal zwei Männchen aufgezogen, dann adult aber abgegeben, zählen also auch nicht wirklich.
Dann ginen einige Arten nur zur Aufzucht und ggf Verpaarung durch meine Hände, gehört haben sie aber meiner Freundin:
Hierodula transcaucasica
Pseudoxyops perpulchra
Tenodera sinensis
Tenodera aridifolia
Haania Orlovi (aber ich weiß nicht wieso, die waren bei uns beiden zum Sterben verdammt - also ich probierte es hier noch mal mit meinen Bedingungen, starben aber genauso wie bei ihr)
Stagmomantis carolina
Hierodula venosa
In Urlaubsvertretung noch ein paar mehr. Aber ich bin mir auch generell nicht sicher, dass ich nicht auch noch was vergessen habe.
Aber da ich hier nicht nur einlinig mit Geschwistern verpaare, sondern mit mehreren linien und immer eine größere Zahl Zuchtweibchen habe, erklärt das vielleicht auch die Kosten und warum es mir zu viel wird 😉
Es gibt ja auch noch andere Tiere hier und ich denke langfristig werde ich mich aus gesundheitlichen Gründen wieder back to the roots besinnend auf Skorpione konzentrieren.
Liebe Grüße
O.